Etappe 0146: Lesnoje - Kaliningrad

   
Etappe 2009/19 [0146]
Lesnoje (Sarkau) - Selenogradsk (Зеленоградск) - Cranz - Kaliningrad (Калинингра́д, Königsberg)
↔ 50 km
↑ - m 
 

 

 

 
 

Wir starten früh, damit wir in Kaliningrad nach unserer Ankunft noch ausreichend Zeit für eine Stadtbesichtugung haben. Einen ersten Stopp machen wir in Selenogradsk, wo von dem erwarteten Charme des ehemaligen Badeortes Cranz nicht viel zu verspüren ist.
 
Radtour Helsinki - Vyboeg - St.Petersburg - Danzig
Auf der weiteren Etappe nach Kaliningrad bleibt uns die Hauptstraße nicht erspart. Radfahren macht hier keinen Spaß: die Straße ist schmal, der Randstreifen eng und das Verkehrsaufkommen sehr hoch. Wir sind froh, als wir den Stadtrand von Kaliningrad erreichen. Jetzt hört der nervige Verkehr auf der Landstraße endlich auf.
 
Radtour Helsinki - Vyboeg - St.Petersburg - Danzig
In Kaliningrad fängt dann der noch viel nervigere Stadtverkehr an.
 
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In Kaliningrad machen wir uns gleich auf Stadtbesichtigungstour: Christi-Erlöser-Kathedrale . . .
 
Radtour Helsinki - Vyborg - St. Petersburg - Riga - Danzig
. . . Königsberger Dom, . . ..
 
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. . . Fischdorf und . . .
 
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. . . und meine absolute Lieblingssehenswürdigkeit, die Top1 unter Kaliningrads Sehenswürdigkeiten: das Haus der Räte. Das ehemals an dieser Stelle stehende preußische Schloss wurde im zweiten Weltkrieg vollkommen zerstört. Die zurückgebliebene Ruine, in dessen Kellern sich möglicherweise das Bernsteinzimmer befand, wurde Ende der 60er Jahr gesprengt, um Platz für ein modernes Verwaltungsgebäude zu schaffen. Kaum war der Rohbau des 16-stöckigen Prachtbaus fertig, da sackte das ganze Gebäude ab, da die Tragfähigkeit des Baugrunds zu gering war. Hinzugerufene Statiker konnten in den 70er Jahren den Neubau nicht mehr schön rechnen und sahen die Standsicherheit gefährdet, worauf jegliche Arbeiten eingestellt wurden. Bis heute steht der unvollendete Neubau als Bauruine im Stadtzentrum in bester Lage rum, Einheimische sprechen von "Preußens Rache für den Abriss ihres Schlosses". Die Stadtverwaltung hat dem Gebäude immerhin eine modere Fassade verpasst, damit die Ruine nicht allzu trostlos aussieht. Weil hin und wieder mal Scheiben aus dem leerstehenden Gebäude rausfallen, ist das Gelände durch Mauern und Zäune abgesperrt.